Schwimmen im Winter macht glücklich

Schwimmen im Winter Spuren im Sand

Schwimmen im Winter macht glücklich

Die Jeden-Tag Regel

Blickkontakt über die Kaffeetassen hinweg: Gehen wir? Klar.  So geht unsere Verabredung zum Schwimmen- Schwimmen im Winter! Die jeden-Tag-Regel haben wir gleich am ersten Urlaubstag aufgestellt. Sie ist absolut notwendig, sonst wird es anstrengend.

Badeanzug an, darüber zwei Schichten warme Kleidung, Handtuch schnappen und ins Auto. Auf dem Weg von San Leo nach Santa Maria kurven wir immer wieder durchs Küstenpanorama und freuen uns auf den Moment, den Moment….

Im Winter geht man in Italien am Strand nur spazieren. Im Anorak, mit Schal und Mütze, Schuhen und Sonnenbrille. Wir aber haben mehr vor, wir gehen schwimmen!

Auf dem Parkplatz nichts los. Wir schlüpfen neben einen der leerstehenden Sommer-Lidos und lassen dort unsere Kleidung.

Bloß nicht nachdenken

An der Winter-Bikini-Figur ist nichts auszusetzen, denn: in Erwartung des kalten Wassers zieht der Bauch sich quasi bei der Annäherung ans Wasser von selbst ein! Es hilft erst mal zu rennen, sich auf keinen Fall zu fragen, ob oder ob nicht und vielleicht auch laut zu kreischen.

Und der Moment, der Moment an dem die erste Welle an die Füße schwappt, und es gibt nur einen Weg: weiter rein. Beine lang machen hilft nicht. Geschmeidig eintauchen. Japsen japsen japsen und dann tief atmen: der Wärmeofen ist angesprungen. Prickeln auf der Haut, wir drehen uns um uns selbst wie die Delphine. Herrlich, herrlich, wunderbar.

Einmal umschauen, treiben lassen, ein Stück schwimmen: „Ich geh raus jetzt! – Ich auch.“

Die Brise am Strand ist auf der Haut kälter als das Wasser! Anziehen, gar nicht so einfach.

Typisch deutsch

Einige Strandläufer gehen vorbei und fragen die immer gleiche Frage: Ist es kalt? Diese fast rethorische Frage, wenn nicht blöde Frage ist mit der Überraschung zu entschuldigen. Die Italiener ordnen mal wieder die Deutschen in eine kälte unempfindliche nordische Rasse ein, über die man sich am Besten nicht zu sehr wundert. Wir können damit ganz gut leben, denn trotz diesem Status werden wir ja von den Anwohnern hier sehr zu vorkommend behandelt.

Und dann Mütze auf, ins Auto und ins Warme. Nach dem Wärmeschub kommt dann der Glücklich-Sein Schub und wir strahlen uns an voller Adrenalin und Dopamin! So einfach in glücklichsein im Cilento! Das hält meist bis zur warmen Dusche, Kaminfeuer und heißem Tee an und gibt uns den ganzen Tag ein Heldengefühl.

Und wer wissen will, wie man sich dann fühlt, der muss es machen.
Risiken und Nebenwirkungen: Wiederholungssehnsucht