Koch- und Ernteurlaub – Zitronenernte im Cilento und Amalfi

Zitronen frisch vom Baum in Amalfi

Koch- und Ernteurlaub – Zitronenernte im Cilento und Amalfi

Sie leuchten und locken, duften und dürfen gepflückt werden: es ist Zitronenzeit im Cilento und in Kürze beginnt unsere Zitronenernte. In kleiner Gruppe ein großes Erlebnis. Ernten, kochen, essen probieren und einkochen. Zum Mitnehmen dann gibt es authentische Erlebnisse und Köstlichkeiten für die Speisekammer sowie eine ganze Menge Wissen über die gelb duftende Frucht.

Zitronen ernten im Cilento

Hier berichten Birgit und Hans Martin von Ihren Erlebnissen in der Zitronen-Woche 2026:

Wir waren schon ein bisschen aufgeregt vorher. Wirklich? Im Februar? Zitronenernte?

Wir wussten sehr wenig und waren sehr gespannt. Die Unterkunft kannten wir schon von einem früheren Urlaub. Wir wussten also immerhin, dass wir sehr gut aufgehoben sein würden. Was die Unterbringung angeht. Aber die Ernte …? Die Zitronen …?

Gut, die Aufregung legte sich bei der ersten Zusammenkunft mit unserer achtköpfigen Gruppe, mit unserer Gastgeberin Birte Kokocinski und den uns bewundernswert und lecker bewirtenden Köchinnen Anna und Marianna.

Nicht nur das erste gemeinsame Abendessen war vorzüglich. Es war der Beginn einer wirklich zauberhaften Woche. Hervorragend geplant, organisiert und begleitet. Die Gruppe konnte gut zueinanderfinden, schon am ersten Tag, an dem wir gemeinsam zu einer Zitronenfarm direkt am Meer gebracht wurden. Auch hier wurden wir wieder lecker beköstigt und kundig und engagiert begleitet. Zum ersten Mal haben wir realisiert, dass es ganz unterschiedlich Sorten von Zitronen gibt. Dazu Orangen, Bitterorangen, Mandarinen … Manche Zitronen kommen in Deutschland gar nicht auf den Markt. Wussten Sie schon, dass es bei manchen Zitronensorten gar nicht auf den Saft ankommt, sondern auf das Fruchtfleisch, und dass dieses Fruchtfleisch leicht süßlich ist?

Okay. Die nächsten Tage gehörten der Produktion. Zitronenmarmelade. Orangenmarmelade. Kandierte Früchte. Zitronensirup und Orangensirup zum Aufgießen. Und, na klar, die Hits: Limoncello und Mandarinello. Wir wollten als Gesamtgruppe bei der Ernte zu Beginn eigentlich nur 40kg ernten. Doch dann waren es schließlich über 60kg. So hatten wir alle Hände voll zu tun, aber auch genügend „Beute“ für alle: Denn wir durften unsere Produkte mit nach Hause nehmen. Soweit sie in den Koffer passten und die Flugbeschränkungen überstehen würden, versteht sich.

Am Schluss eine wunderschöne Fahrt mit Zug und Boot nach Amalfi, wo wir nicht nur gelernt haben, dass dieser touristische Hotspot schon an einem Freitag im Februar von Touristenströmen überflutet wird, sondern auch, dass der Tourismus die traditionelle Ökonomie nicht ganz verdrängt hat. Unsere großartige Begleiterin Birte Kokocinki hatte einen Kontakt zu einer Zitronenplantage auf den Hängen und Terrassen über Amalfi hergestellt, und hier konnten wir nicht nur eine Führung durch die Plantagen erleben, sondern auch einen wirklich interessanten Vortrag über die Geschichte und gegenwärtigen Perspektiven der Zitronenernte aus Sicht eines über Jahrhunderte in diesem Feld tätigen Familienbetriebes.

Man sollte es kaum glauben, aber trotz dieser vielfältigen Aktivitäten blieb uns genug Zeit, unsere Nasen in die italienische, genauer: In die Cilento-Frühlingssonne zu halten, so dass wir uns nach einer Woche reich beschenkt und gut erholt voneinander verabschieden konnten.

Danke!!!

Birgit und Hans-Martin

Und hier gehts zum Film:

 

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